Der Jugendzeltplatz in Almke ist für die Pfadfinderinnen und Pfadfinder des
Stammes St. Ludgeri Helmstedt für das jährlich stattfindende Stammeslager zu
einer festen Adresse geworden.
Die 60 Teilnehmenden befassten sich auf ganz besondere Art und Weise mit dem
Thema "Spiritualität". Im Lager einen Gottesdienst zu feiern, ist für
die Helmstedter Pfadfinderinnen und Pfadfinder etwas Selbstverständliches. Doch
eine hl. Messe in einer selbstgebauten Kirche zu feiern, die von der gesamten
Lagergemeinschaft vorbereitet und gestaltet wird, ist schon etwas Besonderes.
Genau das war das Ziel dieses Lagers.
Zur Einstimmung in dieses Vorhaben stellten wir uns alle zu einer Kirche so
richtig mit Haupt- und Seitenschiffen, Eingangsportal, Säulen, Altarraum, mit
Dachkonstruktion und einem Glockenturm zusammen. Um die Menschensäulen nicht zu
sehr zu belasten, wurde diese Kirche bereits nach wenigen Augenblicken ihrer
Fertigstellung wieder abgebaut.
Am nächsten Morgen gingen wir daran, unsere Lagerkirche zu bauen. In
stufenübergreifenden Workshops wurden die Dinge für die Innenausstattung der
Kirche hergestellt. Dazu gehörte der Bau eines Altares mit Kreuz, die
Gestaltung eines Kirchenfensters, eines Altartuches sowie der Altarkerzen. Des
weiteren wurden ein Weihwasserbecken sowie eine Marienfigur aus Ton gefertigt.
Der Kirchenbau wurde von der Leiterrunde übernommen. Die West- und Ostseite der
Kirche bildeten große Dreibeine, die Südseite markierte ein Eingangstor und die
Nordseite ein weiteres etwas kleineres Dreibein. Der Altar wurde in der Mitte
der Kirche aufgebaut, die Sitzbänke bildeten einen Kreis um ihn herum. Das Dach
der Kirche wurde mit Seilen angedeutet. Der Versuch, die Dachkonstruktion mit
einer großen Plane zu versehen wurde von einer Windböe beendet.
Nach Fertigstellung der Kirche ging es an die inhaltliche Vorbereitung der
Messfeier. In den Stufen wurde zunächst der Aufbau einer Messfeier besprochen,
bevor es wieder in stufenübergreifenden Workshops um die konkrete Vorbereitung
und Gestaltung der einzelnen Teile ging. Dann war es endlich soweit. Lieder und
Evangelium waren ausgewählt, Gebete geschrieben sowie die pantomimische
Darstellung des Evangeliums eingeübt. Gemeinsam mit unserem Kuraten Pfarrer
Jürgen Beuchel feierten wir bei schönstem Wetter die Messe in unserer
selbstgebauten Kirche. Unser gestecktes Lagerziel war damit erreicht.
Folgende Punkte waren der Leiterrunde bei der Durchführung dieses Vorhabens
wichtig:
-
Gottesdienst heißt Gott loben und danken für das Leben
-
Gottesdienst heißt, Gott stärkt uns mit Worten der hl. Schrift und im Mahl des
Herrn
-
Gottesdienst kann Freude machen und hat direkt etwas mit mir zu tun.
Die Reflexion des Lagers zeigte, dass das gewählte Thema keineswegs als
langweilig und öde empfunden wurde, wie es einige Leiterinnen und Leiter aus
unserer Leiterrunde während der Vorbereitung befürchtet hatten. Alle von
Wölfling bis Rover sowie die Leiterrunde waren mit viel Spaß, Interesse und
Kreativität bei der Sache.